Im Jahr 2015 gab es keine militärische Eskalation in Israel. Dies dürfte die Hauptursache für die niedrigere Zahl registrierter Vorfälle sein. Zudem werden viele Vorfälle nicht gemeldet. Somit ist die tatsächliche Zahl von Vorfällen sehr wahrscheinlich höher.

Auch im Internet wurden im Vergleich zum Vorjahr weniger antijüdische Inhalte beobachtet. Die Hemmschwelle für Hetze im Netz bleibt aber tief. Im Schwerpunktbeitrag analysieren Nils Böckler und Andreas Zick vom Bielefelder Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung den Weg von der Hetze im Internet auf die Strasse. Sie plädieren dafür, die strikte Trennung zwischen On- und Offlinewelt aufzuheben. Das Internet gehöre längst zum Alltag der Menschen, schreiben die beiden Wissenschaftler. Darauf müssten sich auch Prävention und Intervention einstellen.

Der Antisemitismusbericht für die Romandie, verfasst von der Coordination intercommunautaire contre l’antisémitisme et la diffamation CICAD, ist bereits vor zwei Wochen erschienen.



Der vollständige Antisemitismusbericht erscheint neu ausschliesslich online auf www.antisemitismus.ch . Die dort geführte Liste antisemitischer Vorfälle wird fortlaufend aktualisiert.